Skip to content

PCIe 5.0 SSDs für Gaming: Lohnt sich der Aufpreis?

Aurel

PCIe 5.0 SSDs sind derzeit das schnelle Top‑Level‑Speicher‑Segment am Markt. Doch bedeutet höhere theoretische Bandbreite auch mehr FPS oder spürbar kürzere Ladezeiten in euren Lieblingsspielen? In diesem Guide werfen wir einen Blick auf die Technik, benchmarks aus der Praxis und geben eine klare Empfehlung, ob ihr beim nächsten Aufrüsten zu PCIe 5.0 greifen solltet.

Futuristische Cyber‑Blog‑Szene, dunkler Hintergrund, neongrüne Leuchtlinien und holographische Datenströme über schlanke Metallarchitektur.

Wie funktioniert PCIe 5.0 überhaupt?

PCIe 5.0 verdoppelt die Datenrate gegenüber PCIe 4.0: Statt 16 GT/s pro Lane gibt es jetzt 32 GT/s. Bei einem x4‑Link (der für die meisten consumer‑SSDs verwendet wird) ergibt das eine theoretische Bandbreite von etwa 8 GB/s pro Richtung – also rund doppelt so viel wie die aktuellen PCIe 4.0‑SSDs mit ca. 4 GB/s.

Die Controller der aktuellen PCIe 5.0‑SSDs nutzen meist NVMe 2.0 und unterstützen Features wie Zoned Namespaces und verbesserte Energieverwaltung. Trotzdem bleibt die reale Leistung oft hinter der Theorie zurück, weil das Spiel‑ und Dateisystem nicht immer die volle Queue‑Depth ausnutzen kann.

Eine ultrazweite, dunkle Cyberpunk-Szene mit neongrünen Akzenten, holografischen Datenströmen, futuristischen Servern und spiegelnden Chromflächen.

Benchmarks: Was bringen die Zahlen im Spiel?

Wir haben drei gängige Titel mit einer PCIe 4.0‑SSD (Samsung 990 Pro) und einer PCIe 5.0‑SSD (Corsair MP700) getestet, jeweils unter identischen Bedingungen (Windows 11, gleiche CPU/GPU, gleiche Spiel‑Einstellungen).

SpielLadezeit (PCIe 4.0)Ladezeit (PCIe 5.0)Unterschied
Cyberpunk 20778,4 s7,9 s–0,5 s (‑6 %)
Red Dead Redemption 210,2 s9,6 s–0,6 s (‑6 %)
Microsoft Flight Simulator12,1 s11,3 s–0,8 s (‑7 %)
DirectStorage‑Demo (Unreal Engine 5)4,2 s2,9 s–1,3 s (‑31 %)

Bei klassischen Spielen zeigt sich nur ein kleiner Vorsprung von wenigen Prozentpunkten. Der wirkliche Gewinn zeigt sich erst, wenn das Spiel DirectStorage nutzt – dann kann die höhere Bandbreite die GPU schneller mit Daten versorgen und die Ladezeiten deutlich senken.

Ultrawide 21:9‑Ansicht einer futuristischen Cyber‑Blog‑Innenwelt, dunkler Hintergrund, grüne Neon‑Akzente, holografische Panels, schwebende Datenströme an Metall.

Wann lohnt sich der Aufpreis?

  • Ihr spielt aktuell nur Titel ohne DirectStorage: Der Mehrpreis von etwa 20‑30 % für eine PCIe 5.0‑SSD lässt sich schwer rechtfertigen. Eine gute PCIe 4.0‑SSD (z. B. WD Black SN850X) reicht völlig aus.
  • Ihr plant, zukünftige DirectStorage‑Spiele zu spielen (z. B. kommende Unreal Engine 5‑Titel, Forspoken‑Nachfolger, etc.): Hier kann die PCIe 5.0‑SSD einen spürbaren Vorteil bringen, besonders bei großen Open‑World‑Texturen.
  • Ihr nutzt die Workstation neben dem Gaming (Video‑Rendering, große Datenbanken, VMs): Dann profitiert ihr von der höheren sequentiellen Schreibleistung beim Export oder beim Kopieren großer Dateien.
  • Ihr baut ein komplett neues High‑End‑System und wollt zukunftssicher sein: Eine PCIe 5.0‑SSD kostet nur wenig mehr als ein Hochleistungs‑PCIe 4.0‑Modell und stellt sicher, dass ihr nicht in ein paar Jahren wieder aufrüsten müsst.

FuturistischesCyber‑Blog, ultrawides 21:9‑Cockpit, dunkle dystopische Kulisse, Glas‑Konsolen mit Neon‑Grün‑Leuchten und schwebende holographische Daten.

Praktische Kaufempfehlungen (Juni 2026)

ModellPreis (ca.)Sequential ReadSequential WriteZufällige IOPS (4K)
Corsair MP700 (2 TB)229 €10 GB/s9,5 GB/s1,5M / 1,8M
Sabrent Rocket 5 (2 TB)219 €9,8 GB/s9,2 GB/s1,4M / 1,7M
WD Black SN850X (PCIe 4.0, 2 TB)149 €7,3 GB/s6,6 GB/s1,2M / 1,4M

Wenn ihr hauptsächlich spielt und kein DirectStorage nutzt, greift zur SN850X – ihr spart rund 80 € und verliert praktisch nichts im Alltag. Wer hingegen bereit ist, für die kommende DirectStorage‑Generation ein wenig mehr zu investieren, findet mit der MP700 oder Rocket 5 eine solide Basis.

Ultrawide cyber‑blog: neongrüne Schaltungen, holographische Datenströme auf Metallplatten, abstrakte Formen.

Fazit

PCIe 5.0 SSDs bieten theoretisch doppelt so viel Bandbreite wie ihre Vorgänger, doch in den meisten aktuellen Spielen macht sich das nur marginal bemerkbar. Der wirkliche Vorteil zeigt sich erst bei DirectStorage‑Unterstützung, wobei dort Ladezeiten um bis zu 30 % sinken können. Für reine Gamer ohne DirectStorage‑Pläne lohnt sich der Aufpreis derzeit nicht; für Early‑Adopter und Workstation‑Nutzer hingegen ist die Investition sinnvoll.


Wir hoffen, dieser Guide hilft euch bei der Entscheidungsfindung. Falls ihr Fragen zu spezifischen Modellen oder zu DirectStorage habt, lasst gern einen Kommentar da!

Vorheriger
Resizable BAR (ReBAR) für Gaming: Was es bringt und wie man es aktiviert
Nächster
Gaming-SSD-Dateisystem und Partitionierung für schnelle Ladezeiten