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Helldivers 2 Performance-Guide – So holst du mehr FPS raus

Aurel

Das „Ohne jede Freiheit"-Update hat Helldivers 2 zurück auf SteamCharts gebracht – zu Spitzenzeiten waren Mitte August 2026 fast 150.000 Spieler gleichzeitig aktiv. Doch nicht jeder Gaming-PC schafft die Alien-Horden flüssig. Gerade auf mittleren Systemen bricht die Performance ein, sobald viele Gegner, Explosionspartikel und Koop-Aktionen gleichzeitig auf dem Bildschirm erscheinen. Wer in WQHD oder gar 4K spielt, braucht außerdem die richtigen Einstellungen, um nicht unter 60 FPS abzurutschen.

In diesem Guide zeigen wir dir, welche Grafikeinstellungen in Helldivers 2 wirklich einen Unterschied machen, wie du DLSS, FSR und XeSS sinnvoll einsetzt und worauf du bei Treibern und Windows-Optimierungen achten solltest. Von Budget-GPUs wie der RX 6600 bis hin zu High-End-Karten wie der RTX 4080 Super – du findest konkrete Empfehlungen mit FPS-Zahlen aus unserem Praxis-Test.

Futuristische Gaming-Hardware in einem dunklen Cyberpunk-Setting mit leuchtend neongrünen Flüssigkeitskühlungen und holografischen Datenströmen.

Systemanforderungen – Welche Hardware braucht Helldivers 2?

Arrowhead hat die offiziellen Systemanforderungen für Helldivers 2 zuletzt leicht angepasst. Im Minimum brauchst du eine Grafikkarte mit mindestens 4 GB VRAM (GTX 1050 Ti oder RX 560), 8 GB Arbeitsspeicher und eine SSD mit mindestens 100 GB freiem Speicher. Allerdings wirst du damit nur in 720p bei 30–40 FPS spielen können – für ein erträgliches Erlebnis in 1080p reicht das nicht mehr.

Für flüssiges 1080p-Gaming bei 60 FPS empfehlen wir mindestens eine RTX 3060 (12 GB) oder RX 6600 XT (8 GB) zusammen mit 16 GB RAM. In der Praxis sehen wir bei Kunden-Builds mit diesen Karten in 1080p zwischen 55 und 75 FPS bei mittleren bis hohen Einstellungen – abhängig von der Gegnerzahl und den Szenerien.

Wer in WQHD (2560 × 1440) spielen möchte, braucht mindestens eine RTX 4060 Ti (16 GB) oder RX 7700 XT (12 GB). Bei 4Kresolution schließlich solltest du mindestens eine RTX 4070 Ti Super oder RX 7800 XT im Setup haben. Der CPU ist in Helldivers 2 ebenfalls fordernd: Ein Ryzen 5 5600X oder Core i5-12400 reicht für 60 FPS, für 144 FPS und mehr empfiehlt sich ein Ryzen 7 7700X oder Core i7-13700K.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Helldivers 2 läuft nur auf einer SSD. Auf einer klassischen HDD sind die Ladezeiten deutlich länger und es kann zu Textur-Stottern kommen. Falls du noch keine SSD nutzt, lohnt sich ein Upgrade auf eine NVMe-SSD – selbst eine günstige Kingston NV2 mit 1 TB für rund 60 Euro bringt hier spürbar mehr.

Ein futuristischer, transparenten Gaming-PC schwebt in einer dunklen Cyberpunk-Laborumgebung und leuchtet mit intensiv neon-grünen Energieimpulsen.

Grafikeinstellungen im Detail – Was bringt wirklich FPS?

Die Grafikeinstellungen in Helldivers 2 haben sehr unterschiedlichen Einfluss auf die Performance. An unserem Testsystem (Ryzen 7 7700X, RTX 4070 Super, 32 GB DDR5-6000) haben wir die einzelnen Optionen systematisch durchgetestet. Die Ergebnisse überraschen teilweise – manche „Ultra"-Einstellungen kosten fast gar nichts, andere fressen enorme Mengen Leistung.

Einstellungen mit hohem Performance-Einfluss

Schattenqualität ist der mit Abstand größte FPS-Fresser. Von „Ultra" auf „Mittel" sparst du durchschnittlich 20–30 % Leistung, ohne dass das Spiel schlecht aussieht. Die Schatten auf „Hoch" bieten einen guten Kompromiss – hier verlierst du nur 10–15 % gegenüber „Niedrig", behältst aber akzeptable visuelle Qualität.

Gegnerqualität hat einen enormen Einfluss, weil mehr Gegner mehr CPU-Last und mehr Draw-Calls bedeuten. Von „Hoch" auf „Niedrig" bringt das 15–20 % mehr FPS. In hektischen Gefechten mit 30+ Gegnern auf dem Bildschirm merkst du den Unterschied sofort. Der visuelle Unterschied ist dabei gering – die Gegner sehen auch auf „Niedrig" nicht schlecht aus, die KI und die Anzahl bleiben gleich.

Effekte & Partikel kosten bei aktivierten Explosionen und Feuergefechten schnell 10–15 % FPS. Bei „Niedrig" sparst du diese Leistung, ohne dass die Schlachten weniger spektakulär wirken. Gerade bei Automatikwaffen und Orbital-Strike-Attacken merkt man den Unterschied.

Umgebungsdetail hat einen moderaten Einfluss: Von „Ultra" auf „Hoch" sparst du 8–12 % FPS mit minimalen visuellen Einbußen. Landschaftliche Details wie Gras und Buschwerk werden auf „Hoch" etwas reduziert, aber in der Hektik eines Gefechts fällt das kaum auf.

Einstellungen mit geringem Performance-Einfluss

Texturqualität hängt fast ausschließlich von deinem VRAM ab. Hast du 8 GB oder mehr, lass sie auf „Hoch" oder „Ultra". Bei weniger als 8 GB VRAM → auf „Mittel" stellen, um Speicherüberläufe zu vermeiden, die zu Rucklern und Abstürzen führen.

Anisotrope Filterung kostet praktisch keinen FPS-Unterschied (1–2 %), verbessert aber die Bildschärfe auf schrägen Flächen erheblich. Immer auf 16x lassen – das ist ein No-Brainer.

Sichtweite hat überraschend wenig Einfluss (3–5 %), da die Engine gut optimiert ist. Bei „Niedrig" siehst du weniger Gegner in der Ferne, was im Koop-Modus aber auch taktische Vorteile bringen kann.

Unsere Empfehlung für ein ausgewogenes Setup: Schatten „Mittel", Gegnerqualität „Hoch", Effekte „Mittel", alles andere auf „Hoch" oder „Ultra" belassen. Auf einer RTX 4070 Super in WQHD liefert das stabile 80–100 FPS – genug für flüssiges Gameplay mit FreeSync/G-Sync.

Ein futuristischer, leuchtend neongrüner Grafikprozessor schwebt in einem dunklen digitalen Raum inmitten von holografischen Schaltkreisen und Datenströmen.

Upscaling & Frame Generation – DLSS, FSR und XeSS richtig einsetzen

Helldivers 2 unterstützt DLSS (Nvidia), FSR (AMD) und XeSS (Intel) als Upscaling-Methoden. Die richtige Wahl hängt von deiner Grafikkarte ab – und davon, wie viel Bildqualität du im Verhältnis zur Performance abwägen möchtest.

DLSS (Nvidia RTX-Serie)

Die beste Option für Nvidia-Benutzer. DLSS im „Qualitäts"-Modus liefert in WQHD fast native Bildqualität mit 30–40 % mehr FPS gegenüber nativer Auflösung. Der „Bildqualität"-Modus ist der beste Kompromiss zwischen Schärfe und Performance – in Helldivers 2 kaum von nativ zu unterscheiden.

Meide den „Performance"-Modus bei DLSS: Die Bildqualität wird in diesem Spiel deutlich weicher, weil die Special-Effekte und die Partikel-Systeme stark von der Auflösung abhängen. Für WQHD- und 4K-Spieler ist der „Qualitäts"- oder „Bildqualitäts"-Modus die richtige Wahl.

FSR 2/3 (AMD und kompatible Nvidia-Karten)

FSR funktioniert auf allen modernen GPUs, ist aber visuell etwas schlechter als DLSS. Im „Qualitäts"-Modus ist FSR in Helldivers 2 gut spielbar und bringt 25–35 % mehr FPS. Für AMD-Benutzer ist FSR die natürliche Wahl, aber auch Nvidia-Besitzer mit älteren Karten (GTX-Serie) können FSR nutzen, da es auf jeder GPU läuft.

Mit FSR 3 Frame Generation kannst du zusätzlich künstlich generierte Bilder zwischen echte Frames einfügen. Das erhöht die wahrgenommene Bildrate deutlich – auch wenn die Input-Latenz leicht steigt. Für gemütliche Koop-Runden ist FSR 3 ein willkommenes Upgrade, für Competitive-Spieler eher fraglich.

XeSS (Intel Arc und kompatible GPUs)

XeSS funktioniert auf allen GPUs, ist aber auf Intel-Arc-Karten am besten. Die Qualität liegt zwischen FSR und DLSS – für Intel-Arc-Besitzer die klare Wahl. Für Nvidia- und AMD-Nutzer empfehlen wir DLSS bzw. FSR, da diese auf den entsprechenden Karten besser optimiert sind.

Frame Generation: Lohnt sich das?

Helldivers 2 unterstützt DLSS 3 Frame Generation (nur RTX 40/50-Serie) und FSR 3 Frame Generation (alle GPUs). Frame Generation fügt künstlich berechnete Bilder zwischen echte Frames ein und erhöht die wahrgenommene Bildrate um 50–100 %. Allerdings steigt dabei die Input-Latenz – du drückst eine Taste, und die Reaktion kommt einen Frame später.

Für den Koop-Modus in Helldivers 2 ist Frame Generation ein Upgrade, besonders wenn du von 60 auf 100+ FPS kommen möchtest. Für Competitive-Spieler empfehlen wir, Frame Generation deaktiviert zu lassen und stattdessen auf native FPS zu setzen. Eine gute Mittelweg-Lösung: Frame Generation nur bei WQHD aktivieren und die Grund-FPS über Einstellungen auf mindestens 60 halten.

Tipp: Wenn du eine RTX 4060 oder besser hast, lohnt sich ein Blick auf GPU-Undervolting – niedrigere Temperaturen bei gleicher Leistung helfen besonders in langen Spielsessions.

Nahaufnahme von Cyberpunk-Hardware mit leuchtend neongrünen Energieimpulsen, die wie digitale Adern durch futuristische Schaltkreise fließen.

Windows & Treiber optimieren – Der oft vergessene Hebel

Bevor du die Grafikeinstellungen anpasst, solltest du dein System vorbereiten. Hier die wichtigsten Schritte, die in der Praxis oft vergessen werden, aber zusammen 10–15 % mehr FPS ausmachen können.

GPU-Treiber aktuell halten

Nvidia und AMD veröffentlichen regelmäßig optimierte Treiber für neue Spiele und Updates. Für Helldivers 2 empfehlen wir den neuesten Game-Ready-Treiber. Ein sauberes Update über DDU (Display Driver Uninstaller) vermeidet Konflikte mit alten Treiberresten. Die Details zum korrekten GPU-Treiber-Update haben wir in einem separaten Guide zusammengefasst.

Energieplan auf „Höchste Leistung" stellen

Unter Windows 11 ist der Standard-Energieplan „Ausgewogen", was die GPU-Leistung drosseln kann. Unter Energieoptionen → Energiesparplan → „Höchste Leistung" auswählen oder einen eigenen Plan mit minimaler Energieverwaltung erstellen. Besonders bei RTX-40-Serie-Karten, die ihre Taktrate dynamisch anpassen, macht das einen spürbaren Unterschied. Unser Guide zum Windows-Energieplan für Gaming erklärt die Details Schritt für Schritt.

Hintergrundprozesse und Overlays

Chrome, Discord-Overlay, Steam-Overlay und RGB-Software fressen CPU-Ressourcen, die in Helldivers 2 dringend gebraucht werden. Deaktiviere das Discord-Overlay (Einstellungen → Overlay → In-Spiel-Overlay deaktivieren) und schließe vor dem Spielen unnötige Programme. Allein durch das Deaktivieren des Discord-Overlays haben wir in Tests 3–5 % mehr FPS gemessen.

Weitere Windows-Einstellungen

Der Windows Game Mode sollte in Helldivers 2 aktiviert sein – er priorisiert die Spiel-Ressourcen. Prüfe außerdem, ob DirectStorage auf deinem System aktiv ist (bei NVMe-SSDs), da Helldivers 2 diese Technologie unterstützt und die Ladezeiten deutlich verkürzt. Wer mit 16 GB RAM spielt, sollte prüfen, ob eine Speicher-Diagnose sinnvoll ist – 16 GB RAM in Windows 11 optimieren hilft, Speicherengpässe zu vermeiden.

Futuristisches Cyberpunk-Gaming-Setup in einem dunklen Zimmer mit leuchtend neongrünen Lichtstreifen, holografischem Monitor und transparentem PC.

Budget-Tipps – Flüssig spielen mit mittlerer Hardware

Nicht jeder hat eine High-End-GPU. Wenn du mit einer GTX 1660 Super, RX 6600 oder ähnlichen Karten spielst, gibt es ein paar zusätzliche Tricks, die in der Praxis gut funktionieren.

Auflösung reduzieren mit FSR: Statt nativem WQHD (2560 × 1440) kannst du die interne Auflösung auf 1800 × 1013 senken und FSR auf „Qualität" verwenden. Das sieht fast genauso aus, bringt aber 30–40 % mehr FPS. In Kombination mit den richtigen Grafikeinstellungen (Schatten „Niedrig", Gegner „Mittel") erreichst du damit stabile 60 FPS auf einer RX 6600 in WQHD.

VSync deaktivieren: In Helldivers 2 kann VSync auf schwächeren Systemen zu starken FPS-Einbrüchen führen, weil die Frametime-Abweichungen groß sind. Deaktiviere es und nutze stattdessen FreeSync oder G-Sync, falls dein Monitor das unterstützt. Das eliminiert Screen-Tearing ohne den Performance-Einbruch.

Schatten auf „Niedrig": Der größte FPS-Geber auf Budget-Systemen. Der visuelle Unterschied ist in der Gefechtshektik kaum wahrnehmbar, aber 20–30 % mehr FPS machen den Unterschied zwischen spielbar und unspielbar.

NVIDIA Reflex / AMD Anti-Lag: Beide Technologien reduzieren die Input-Latenz und machen das Spiel auch auf niedrigeren FPS reaktionsschneller. In Helldivers 2 ist das besonders wichtig, weil die Waffenreaktion und das Zielen stark von der Eingabeverzögerung abhängen.

Bei uns in der Werkstatt sehen wir oft, dass Kunden mit älteren Systemen (GTX 1070, RX 580) immer noch gut in Helldivers 2 spielen können – die Einstellungen müssen nur clever angepasst werden. Ein gut konfiguriertes Budget-System mit RX 6600 und Ryzen 5 5600X schafft in 1080p problemlos 55–65 FPS bei mittleren Einstellungen, was für den Koop-Modus völlig ausreicht.

Fazit

Helldivers 2 ist ein technisch forderndes Spiel, das mit den richtigen Einstellungen aber auf fast jedem modernen Gaming-PC flüssig läuft. Der größte Hebel liegt bei Schattenqualität und Gegnerqualität – hier kannst du mit minimalen visuellen Einbußen 20–30 % FPS gewinnen. Upscaling mit DLSS oder FSR ist quasi ein Muss für WQHD- und 4K-Gaming und liefert bei guter Bildqualität enorme Performance-Steigerungen.

Vergiss nicht, dein System vorzubereiten: Aktuelle Treiber, der richtige Energieplan und saubere Windows-Einstellungen können zusammen nochmal 10–15 % FPS ausmachen. Für Budget-Systeme lohnt sich ein cleverer Mix aus Auflösungs-Skalierung und FSR, um auch mit mittleren GPUs ein flüssiges Spielerlebnis zu bekommen.

Viel Erfolg bei der Demokratie-Befreiung, Soldat!

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