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The Blood of Dawnwalker: Die besten Einstellungen für mehr FPS

Aurel

The Blood of Dawnwalker ist endlich da: Das Action-Rollenspiel von den Ex-Witcher-Entwicklern bei Rebel Wolves läuft auf Unreal Engine 5 und macht optisch viel richtig. Doch genau da liegt das Problem. Bei uns in der Werkstatt haben wir den Release mit einer ganzen Reihe an Test-Konfigurationen gespielt, von der kompakten Budget-Kiste bis zum Luxus-Rig mit aktueller High-End-Karte. Und wir haben dasselbe erlebt wie ihr: Selbst wenn die Hardware laut Specs locker reichen sollte, bleibt die FPS-Zahl hinter den Erwartungen zurück. In diesem Guide zeigen wir euch, welche Grafikeinstellungen bei The Blood of Dawnwalker wirklich etwas bringen, welche Regler ihr getrost ignorieren könnt und wie ihr das Ruckeln in den Städten in den Griff bekommt. Das Ziel: stabile Frames bei möglichst wenig Einbußen beim Bild, ohne dass ihr euch durch Dutzende Optionen im Menü klicken müsst.

Futuristische Hardware-Labor-Szene mit schwebendem holografischem Mainboard und GPU in Neon-Grün vor schwarzem Hintergrund im Cyberpunk-Stil.

Welche Hardware braucht The Blood of Dawnwalker mindestens?

Bevor wir uns ins Einstellungsmenü stürzen, ordnen wir ein, was das Spiel überhaupt an Hardware verlangt. Die offiziellen Mindestanforderungen nennen eine RTX 2060 beziehungsweise RX 6600 für 1080p bei niedrigen Details. Für die empfohlenen 1080p-Einstellungen sollen es eine RTX 4060 Ti oder RX 7700 XT sein. In unseren Tests stimmen diese Angaben nur grob: The Blood of Dawnwalker hängt stark an der Grafikkarte, und die 8 Gigabyte VRAM günstigerer Karten werden in den größeren Städten schnell knapp.

Aus der Praxis von fast zwei Dutzend Testläufen lässt sich grob einordnen, was realistisch ist:

  • Eine RTX 4060 schafft 1080p mit DLSS auf „Ausgeglichen" und mittleren Details meist bei 50 bis 75 fps, wobei die Drops in den Dörfern auftreten.
  • Eine RX 7700 XT oder RTX 5070 liegt in 1440p mit aktiviertem Upscaling bei grob 70 bis 95 fps, sobald ihr die Ultra-Optionen für Schatten und Texturen heruntersetzt.
  • Auf 4K braucht ihr mindestens eine Karte im Leistungsbereich einer RTX 5080 oder RX 9070 XT, und selbst dann ist hochwertiges Upscaling praktisch Pflicht.

Wichtig ist auch der Arbeitsspeicher. Mit 16 GB läuft der Titel zwar, wer aber im Hintergrund Discord und einen Browser offen hat, gerät bei den großen Karten der Open World schnell an die Grenze. 32 GB DDR5 sind bei The Blood of Dawnwalker der deutlich entspanntere Weg, gerade weil das Spiel viel nachlädt. Mehr Details zu den aktuellen RAM-Empfehlungen für 2026 findet ihr in unserer RAM-Kaufberatung für Gaming. Für die CPU gilt zum Glück: Eine AMD Ryzen 5 7600 oder ein Intel Core Ultra 5 reichen, der Flaschenhals sitzt bei diesem Titel fast immer an der GPU.

Ein futuristisches Cyberpunk-Mainboard mit leuchtend neongrünen Kühlmittelschläuchen und Hologrammen vor einem dunklen, metallischen Hintergrund.

Der schnellste Weg zu mehr fps: Diese Einstellungen zuerst ändern

Wenn ihr nur wenig Zeit habt, arbeitet die folgende Reihenfolge am effektivsten. Bei uns hat sie auf jeder getesteten Karte den größten Gewinn gebracht, bevor wir uns um Details gekümmert haben.

1. Upscaling scharfstellen. Das Spiel bietet DLSS und FSR als Optionen. Holt euch mit dem Stufenskalierer die Bildrate, bevor ihr die Detail-Regler anfasst. Wir setzen den Modus standardmäßig auf „Ausgeglichen" (balanced) und heben nur dann auf „Qualität" an, wenn der Monitor mehr hergibt. Wie die Techniken im Detail arbeiten und wann sich welche lohnt, erklärt unsere Übersicht zu DLSS, FSR und Co..

2. Schatten auf „Hoch" statt „Ultra". Den Unterschied zwischen Hoch und Ultra merkt ihr im Gefecht kaum, die letzte Stufe kostet aber spürbar Leistung. Das ist mit Abstand die sinnvollste Stellschraube, wenn ihr ein paar fps braucht.

3. Texturen nach der VRAM-Last richten. Das Spiel bietet eine eigene Anzeige für die Speicherbelegung. Bei 8-GB-Karten fährt ihr mit „Hoch" besser als mit „Ultra", denn sonst lädt der Titel ständig Texturen nach – das ist die häufigste Ursache für die kleinen Hänger, die wir im Test gesehen haben.

4. Motion Blur konsequent aus. Der Effekt verschmiert das Bild und kostet obendrein Leistung. Allein das Abschalten hat bei uns zwischen drei und fünf Prozent mehr Durchsatz gebracht. Es gibt keinen Grund, den Regler anzufassen.

5. Raytracing gezielt nutzen. Die Beleuchtung via Raytracing sieht toll aus, frisst aber extrem viel. Wir lassen es auf den meisten Karten aus und aktivieren es nur, wenn noch ordentlich Kopfraum übrig ist. Mehr dazu gleich im nächsten Abschnitt.

Diese fünf Punkte reichen bei den meisten Systemen bereits für einen deutlichen Sprung. Wollt ihr noch tiefer gehen, lohnt der Blick in unseren allgemeinen Gaming-Leistungs-Guide mit weiteren Optimierungen, die über die Spieleinstellungen hinausgehen.

Eine cineastische, futuristische Cyberpunk-Gasse bei Nacht mit regennassem Asphalt und leuchtend neongrünen Reflexionen in düsterer Atmosphäre.

Lohnt sich Raytracing und Frame Generation bei dem Spiel?

Hier lohnt sich eine ehrliche Antwort, denn die Marketing-Versprechen passen nicht immer zur Realität. The Blood of Dawnwalker nutzt Unreal Engine 5 mit globaler Beleuchtung, und die Raytracing-Spitzen sehen wirklich stark aus – bei Kerzenlicht, Fenstern und feuchten Gassen. Aber der Preis ist hoch: Auf einer RTX 5070 haben wir in 1440p rund 25 bis 30 Prozent weniger Frames gemessen, sobald das volle Raytracing an war. Das ist ein Tausch, den wir nur Spielern empfehlen, deren Karte ohnehin im Leistungsreservoir schwimmt.

Deutlich interessanter ist die Frame Generation, also das Erzeugen zusätzlicher Bilder zwischen den echten. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Grundfrequenz, bevor man sie anschaltet. Unser Faustregel aus der Werkstatt: Frame Generation bringt nur dann saubere Ergebnisse, wenn das Spiel ohne sie schon mindestens 50 bis 60 fps schafft. Darunter entstehen sichtbare Artefakte, und die Eingabe-Latenz steigt spürbar an. Wer das Prinzip dahinter und die Grenzen verstehen möchte, findet Details in unserem Frame-Generation-Guide. Bei The Blood of Dawnwalker haben wir in Dörfern auch das bekannte Schimmern an Kanten bemerkt, vor allem in der Nähe von Spinnweben und Gittern – wer das stört, fährt mit der Stufe „Qualität" beim Upscaling besser als mit der Frame Generation an sich.

Ein futuristisches Cyberpunk-Labor mit leuchtend neongrünen Schaltkreisen und einem schwebenden, holografischen GPU-Kern in dunkler Chrom-Optik.

Ruckeln trotz guter Karte: Das steckt dahinter

Wenn eure Bildrate im grünen Bereich liegt und das Spiel trotzdem ruckelt, habt ihr es in den meisten Fällen nicht mit einem GPU-Problem zu tun. Bei The Blood of Dawnwalker begegnen uns in der Praxis drei wiederkehrende Ursachen, die wir hier der Reihe nach durchgehen.

Textur-Nachladen bei zu wenig VRAM. Die mit Abstand häufigste Ursache für Mikroruckler in den Städten. Das Spiel merkt sich nicht genug auf der Karte und lädt Texturen im Hintergrund nach. Die Lösung: Texturen eine Stufe niedriger setzen und die VRAM-Anzeige im Spiel beobachten. Liegt der Balken dauerhaft an der 100-Prozent-Marke, ist die Karte schlicht zu knapp bestückt. Mehr zum Thema VRAM-Nutzung lest ihr in unserem Artikel zum VRAM-Bedarf.

Shader-Kompilierung beim ersten Start. Unreal-Engine-Titel kompilieren nach Updates und Treiberwechseln ihre Shader neu. Beim ersten Durchlauf in den neuen Gebieten kann das für stotternde Frames sorgen, die nach ein paar Minuten verschwinden. Nur Geduld hilft hier – wer möchte, findet in unserem Guide gegen Shader-Stottern mehr Hintergründe zur Technik.

Limitierte FPS in Menüs und Dialogen. Ein bekanntes Muster bei UE5-Spielen ist, dass eingeblendete Videos und Dialoge auf 30 fps begrenzt sind, während das Gameplay frei läuft. Das ist kein Fehler eures Systems. Dagegen tun könnt ihr wenig, aber ihr wisst dann, dass ihr nichts falsch gemacht habt.

Unsere empfohlene Einstellung pro Grafikkarten-Klasse

Damit ihr nicht selbst experimentieren müsst, haben wir drei solide Ausgangspunkte zusammengestellt, die bei uns über die meiste Zeit stabile Bildraten ergeben haben. Passt sie fein nach eurem persönlichen Geschmack an – als Startpunkt sind sie aber deutlich besser als die „Auto"-Vorgaben des Spiels.

KomponenteBudget (RTX 4060 / RX 6600)Mittelklasse (RTX 5070 / RX 7700 XT)High-End (RTX 5080/5090, RX 9070 XT)
Auflösung1080p1440p4K
UpscalingDLSS/FSR „Ausgeglichen"DLSS/FSR „Qualität"DLSS „Qualität", Framegen. optional
TexturenHochHoch/UltraUltra
SchattenMittelHochHoch
RaytracingAusAusTeilszenen
Motion BlurAusAusAus
V-SyncAusAusAus

Eine Anmerkung zum V-Sync: Wer einen Monitor mit adaptiver Synchronisation besitzt, sollte in den Einstellungen des Spiels generell „Aus" wählen und die Synchronisation stattdessen über Treiber und Display aktivieren. Wie die Technik im Detail funktioniert, haben wir in unserem Adaptive-Sync-Guide zusammengefasst. So vermeidet ihr, dass sich zwei Regler gegenseitig in die Quere kommen.

Fazit

The Blood of Dawnwalker ist ein tolles Spiel mit einem ehrlichen Anspruch an eure Hardware – und genau deshalb ist die richtige Einstellung wichtiger als bei vielen anderen Titeln. Aus unserer Erfahrung macht ihr mit vier Griffen den größten Unterschied: Upscaling auf „Ausgeglichen", Schatten und Texturen eine Stufe unter das Maximum, Motion Blur aus und Raytracing nur bei deutlichem Leistungsüberschuss. Frame Generation ist ein netter Bonus, aber nur dann, wenn das Spiel ohne sie schon flüssig läuft. Wer diese Punkte umsetzt, bekommt bei den meisten Systemen stabile Bildraten, ohne sich durch das komplette Menü zu wühlen. Und falls doch ein Ruckler übrig bleibt: Prüft zuerst den VRAM-Balken und das Textur-Nachladen, bevor ihr am System etwas zerschraubt.

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