Alan Wake 2 gehört seit dem Release zu den forderndsten PC-Spielen auf dem Markt. Die Unreal-Engine-5-Grafik mit vollem Ray Tracing und detaillierten Texturen frisst selbst modernen High-End-Systeme die FPS weg. Besonders AMD-Nutzer waren bisher benachteiligt – während DLSS 4 seit Anfang 2025 verfügbar war, blieb FSR Monate lang auf der alten Version 2 stehen. Das hat sich jetzt mit Patch 1.2.10 geändert: FSR 4 und FSR Frame Generation sind endlich da. In diesem Guide zeigen wir dir, welche Einstellungen in Alan Wake 2 wirklich einen Unterschied machen und wie du mit DLSS 4, FSR 4 oder FSR 3.1 die besten FPS herausholst.

Was bringt der FSR-4-Patch (1.2.10)?
Remedy hat mit Patch 1.2.10 zwei wesentliche Neuerungen in Alan Wake 2 eingeführt: FSR 4 als modernes AI-basiertes Upscaling und FSR Frame Generation als Pendant zu DLSS Frame Generation. FSR 4 nutzt jetzt ebenfalls KI-Beschleunigung, ähnlich wie DLSS 4, und schließt die Bildqualitätslücke zu Nvidias Lösung deutlich. Besonders auf RX-9000-Karten profitiert man davon – FSR 4 auf RDNA-4 läuft über dedizierte AI-Beschleuniger, was die Bildstabilität bei schnellen Kamerabewegungen spürbar verbessert.
Auf älteren RX-7000-Karten wird FSR 4 ebenfalls unterstützt, allerdings ohne die dedizierte AI-Hardware. Die Bildqualität ist trotzdem besser als FSR 3.1, allerdings bleibt DLSS 4 auf Nvidias RTX-Karten in Sachen Stabilität und Detailwahrung dieReferenz. Wer bisher mit FSR 2 in Alan Wake 2 gespielt hat, merkt den Unterschied sofort – weniger Ghosting, schärfere Kanten und insgesamt ein saubereres Bild bei gleicher Performance-Stufe.
Die Frame Generation ist eine willkommene Ergänzung, aber kein Wundermittel. Wie bei allen Frame-Generations-Technologien wird der Input-Lag spürbar erhöht. Im Singleplayer-Kontext von Alan Wake 2 ist das akzeptabel – die Atmosphäre und Erzählung leiden nicht unter wenigen Millisekunden zusätzlicher Verzögerung. Im Vergleich dazu findest du in unserem DLSS, FSR und XeSS Vergleich detaillierte Infos zu den Unterschieden der Technologien.

Systemanforderungen – Welche GPU brauchst du für Alan Wake 2?
Alan Wake 2 war und ist einer der GPU-Fresser schlechthin. Die VRAM-Anforderungen sind hoch, und selbst bei 1080p braucht man eine grafisch ordentliche Karte, um 60 FPS zu erreichen. Mit dem FSR-4-Patch verbessert sich die Situation spürbar – du bekommst je nach Auflösung und Einstellungen 15 bis 30 Prozent mehr FPS gegenüber FSR 2.
| Auflösung | Ziel-FPS | Mindest-GPU | Empfohlen |
|---|---|---|---|
| 1080p | 60 FPS | RTX 3060 Ti / RX 7600 XT | RTX 4060 / RX 9060 |
| 1440p | 60 FPS | RTX 4060 Ti / RX 7700 XT | RTX 4070 Super / RX 9070 |
| 4K | 60 FPS | RTX 4070 Ti Super | RTX 4080 Super / RX 9070 XT |
Der VRAM-Verbrauch in Alan Wake 2 liegt bei hohen Einstellungen und 1440p consistently über 10 GB – bei Ultra-Einstellungen und 4K sogar bei 14 bis 16 GB. Wer weniger als 12 GB VRAM zur Verfügung hat, sollte die Texturen auf „Hoch" statt „Ultra" belassen. Textur-Stottern und Hänger sind bei zu wenig VRAM vorprogrammiert und zerstören das immersiverlebnis komplett. Falls du über ein GPU-Upgrade nachdenkst, lohnt sich ein Blick in unseren GPU Kaufberatung-Guide 2026, in dem wir die verschiedenen VRAM-Klassen durchgehen.
Ein wichtiger Hinweis: Alan Wake 2 lädt die Levelabschnitte relativ groß in den Speicher. Auf einer HDD sind die Ladezeiten deutlich länger und es kann zu Micro-Stutters kommen. Eine NVMe-SSD ist Pflicht – am besten eine PCIe-4.0 oder schneller mit mindestens 500 GB freiem Platz nur für dieses Spiel.

Die besten Grafikeinstellungen für mehr FPS
Alan Wake 2 bietet eine lange Liste an Grafikeinstellungen, die sich sehr unterschiedlich auf die Performance auswirken. Basierend auf unseren Beobachtungen an verschiedenen Systemen – von einer RTX 4060 mit 8 GB bis hin zu einer RTX 4080 Super mit 16 GB – haben wir die Einstellungen nach ihrem Einfluss auf die FPS sortiert.
Einstellungen mit hohem Performance-Einfluss
Schattenqualität ist der größte Performance-Fresser in Alan Wake 2. Von „Ultra" auf „Mittel" sparst du durchschnittlich 25 bis 35 Prozent Leistung. Auf „Hoch" verlierst du 12 bis 18 Prozent gegenüber „Niedrig", behältst aber eine akzeptable visuelle Qualität. Gerade in den dunklen Waldpassagen fallen die dynamischen Schatten stark ins Gewicht.
Ray Tracing-Beleuchtung – wenn aktiviert – frisst zusätzlich 20 bis 40 Prozent FPS, abhängig von der Intensitätsstufe. Das ist der Hauptgrund, warum selbst High-End-Karten bei 4K mit Ray Tracing unter 60 FPS rutschen. Mehr dazu im Raytracing-Abschnitt unten.
Effekte & Partikeldichte haben einen moderaten Einfluss. Von „Ultra" auf „Mittel" sparst du 8 bis 12 Prozent FPS. In Alan Wake 2 spielen Effekte wie Nebel, Regen und Partikel eine große visuelle Rolle, aber auf „Hoch" sieht das Spiel immer noch beeindruckend aus.
Volumetrischer Nebel ist ein versteckter Performance-Killer. Die dichte Atmosphäre in Bright Falls und den Dark Place-Abschnitten kostet auf „Ultra" schnell 10 bis 15 Prozent FPS. Auf „Hoch" ist der visuelle Unterschied marginal, die Ersparnis aber spürbar.
Einstellungen mit geringem Performance-Einfluss
Texturen hängen, wie bereits erwähnt, fast ausschließlich vom verfügbaren VRAM ab. Hast du 12 GB oder mehr, lass sie auf „Ultra". Bei 8 GB → auf „Hoch", um Speicherüberläufe zu vermeiden.
Anisotrope Filterung kostet praktisch keinen FPS-Unterschied (1 bis 2 %), verbessert aber die Bildschärfe auf schrägen Flächen erheblich. Immer auf 16x stellen – das ist ein No-Brainer.
Motion Blur ist Geschmackssache. Deaktiviert spart es 2 bis 4 Prozent Leistung, aber in Alan Wake 2 trägt Motion Blur zur Kino-Atmosphäre bei. Wer empfindlich gegenüber Bewegungsunschärfe ist, sollte es deaktivieren.
Film Grain und Chromatic Aberration kosten kaum Leistung, können aber bei empfindlichen Spielern Kopfschmerzen auslösen. Beides bedenkenlos deaktivieren, wenn es stört.
Unsere Empfehlung für ein ausgewogenes Setup: Schatten „Hoch", Effekte „Hoch", volumetrischer Nebel „Hoch", Texturen je nach VRAM, Ray Tracing je nach GPU-Leistung, alles andere auf „Hoch" oder „Ultra" belassen. Auf einer RTX 4070 Super in WQHD mit FSR 4 auf „Qualität" liefert das stabile 70 bis 90 FPS – genug für ein flüssiges Spielerlebnis mit FreeSync/G-Sync.

DLSS 4 vs. FSR 4 vs. FSR 3.1 – Welches Upscaling ist am besten?
Die Wahl des richtigen Upscalers ist in Alan Wake 2 nach dem Patch 1.2.10 wichtiger denn je. Jede Technologie hat ihre Stärken und Schwächen, und die Wahl hängt von deiner Grafikkarte und deinen Prioritäten ab.
DLSS 4 (Nvidia RTX 30/40/50): nach wie vor die Königsklasse in Sachen Bildqualität. DLSS auf „Qualität" erzeugt minimale Artefakte und liefert 30 bis 50 Prozent mehr FPS bei nahezu nativer Bildschärfe. Besonders in der Dunkelheit und bei feinen Details wie Ästen und Grashalmen übertrifft DLSS 4 FSR 4 leicht in der Stabilität. Wer eine RTX 40-Serie oder höher hat, sollte DLSS immer als erste Wahl nutzen. In unserem Raytracing Guide 2026 haben wir analysiert, wie sich DLSS 4 in Kombination mit RT verhält.
FSR 4 (AMD RX 7000/9000): Der große Gewinner des Patch. Auf RX-9000-Karten mit dedizierter AI-Beschleunigung schließt FSR 4 die Lücke zu DLSS 4 deutlich. Die Bildstabilität bei schnellen Kamerabewegungen ist besser als FSR 3.1, und Ghosting-Reste sind deutlich reduziert. Auf RX-7000-Karten ist FSR 4 ebenfalls verfügbar, aber ohne dedizierte AI-Hardware ist die Qualität etwas niedriger als auf den neueren Karten. Insgesamt eine massive Verbesserung gegenüber FSR 2 – wer Alan Wake 2 vorher mit FSR 2 gespielt hat, wird den Unterschied sofort merken.
FSR 3.1 (AMD ältere Karten): Nach wie vor verfügbar als Fallback-Option für Karten, auf denen FSR 4 nicht läuft. Die Bildqualität ist akzeptabel, aber FSR 4 ist in fast allen Szenarien besser. Wer FSR 3.1 nutzt, sollte auf „Qualität"-Stufe bleiben – „Balanced" erzeugt in Alan Wake 2 spürbare Artefakte.
Frame Generation: Sowohl DLSS als auch FSR bieten jetzt Frame Generation. Für Alan Wake 2 als Singleplayer-Titel ist das sinnvoll, wenn du unter 60 FPS liegst und auf 100-plus FPS kommen möchtest. Der Input-Lag ist spürbar, aber bei einem narrativen Action-Adventure wie Alan Wake 2 weniger kritisch als in Multiplayer-Shootern. Aktiviere Frame Generation erst, wenn du eine stabile Basis-FPS von mindestens 50 hast – darunter wird die Verzögerung zu groß.
Unsere Empfehlung: Nvidia-Besitzer → DLSS 4 auf „Qualität". AMD RX-9000-Besitzer → FSR 4 auf „Qualität". AMD RX-7000-Besitzer → FSR 4 auf „Qualität" oder „Balanced". Frame Generation als Option, wenn die Basis-FPS über 50 liegt.

Ray Tracing in Alan Wake 2 – Lohnt sich das?
Alan Wake 2 bietet eines der beeindruckendsten Ray-Tracing-Setups überhaupt: reflektierende Wasseroberflächen, dynamische Schattenbeleuchtung in den Dark-Place-Abschnitten und realistische Lichtbrechung in den Waldpassagen. Die Frage ist: Lohnt sich der massive Performance-Eintrah?
Auf einer RTX 4070 Super oder RX 9070 XT mit 1440p und DLSS/FSR 4 auf „Qualität" bekommst du mit Ray Tracing auf „Mittel" noch stabile 55 bis 70 FPS. Das ist spielbar, aber knapp. Mit Ray Tracing auf „Hoch" bricht die Performance auf 35 bis 50 FPS ein – zu wenig für flüssiges Gameplay, es sei denn, du akzeptierst Frame Generation.
Auf einer RTX 4080 Super oder RX 9070 XT mit 16 GB VRAM sieht die Sache anders aus: Hier sind 60-plus FPS mit Ray Tracing auf „Hoch" in 1440p machbar, besonders mit DLSS 4. Bei 4K wird es auch hier eng – unter 60 FPS mit Ray Tracing, es sei denn, du nutzt Frame Generation.
Unsere Einschätzung: Ray Tracing in Alan Wake 2 sieht atemberaubend aus, aber der Performance-Preis ist hoch. Für die meisten Spieler ist Ray Tracing auf „Mittel" der sweet spot – genug visuelle Verbesserung, ohne unter 60 FPS abzurutschen. Wer eine RTX 4080 oder RX 9070 XT hat und in WQHD spielt, kann Ray Tracing auf „Hoch" bedenkenlos aktivieren. Bei 4K empfehlen wir Ray Tracing nur in Kombination mit Frame Generation und einem stabilen Upscaler.
Wichtige Zusatztipps für flüssiges Gameplay
Abseits der Grafikeinstellungen gibt es ein paar weitere Punkte, die in Alan Wake 2 den Unterschied zwischen ruckligem und flüssigem Gameplay ausmachen.
Treiber aktualisieren: Sowohl Nvidia als auch AMD haben optimierte Treiber für Alan Wake 2 bereitgestellt. Auf Nvidia-Seite ist der aktuellste Game-Ready-Treiber Pflicht – die Performance-Unterschiede zwischen Versionen betragen bis zu 10 Prozent in bestimmten Szenarien. Auch AMD hat mit den neuesten Adrenalin-Treibern die FSR-4-Performance in Alan Wake 2 weiter optimiert.
Windows-Energieplan: Stelle sicher, dass der Windows-Energieplan auf „Hochleistung" steht. Im Standardmodus begrenzt Windows die CPU-Taktrate, was in CPU-lastigen Szenarien (viele NPC-Interaktionen, Physics-Berechnungen) zu FPS-Einbrüchen führen kann. Eine ausführliche Anleitung findest du in unserem Windows-Energieplan-Guide.
Hintergrundprogramme: Alan Wake 2 ist CPU-lastiger als man denkt. Browser, Discord und Streaming-Software im Hintergrund können 5 bis 15 Prozent FPS kosten. Schließe alles, was du nicht brauchst, bevor du das Spiel startest.
VRAM-Monitoring: Halte ein Auge auf den VRAM-Verbrauch. Tools wie GPU-Z oder die integrierte Performance-Anzeige in Steam zeigen dir, ob du im grünen Bereich bist. Überschreitest du die verfügbare VRAM-Kapazität, wirst du Hänger und Texture-Popping erleben.
Fazit
Der FSR-4-Patch 1.2.10 ist eine lang überfällige Verbesserung für Alan Wake 2. AMD-Nutzer bekommen mit FSR 4 und Frame Generation endlich eine Competitive-Upscaling-Option, die DLSS 4 in Bildqualität und Performance nahekommt – besonders auf RX-9000-Karten mit dedizierter AI-Beschleunigung. Nvidia-Nutzer profitieren weiterhin von DLSS 4 als黄金ne Standard, aber die Schere schließt sich.
Die wichtigsten Empfehlungen auf einen Blick: Schatten, Effekte und Nebel auf „Hoch" statt „Ultra" stellen – das spart 30 bis 50 Prozent Leistung ohne große visuelle Einbußen. Upscaling (DLSS 4 oder FSR 4) auf „Qualität" aktivieren ist ein Muss. Ray Tracing lohnt sich auf „Mittel" für die meisten Spieler, auf „Hoch" nur mit starken GPUs. Und vergiss nicht: NVMe-SSD, aktuelle Treiber und der richtige Energieplan gehören zum Setup dazu. Mit diesen Einstellungen sollte auch ein mittelklasse-System in WQHD stabile 60-plus FPS in Alan Wake 2 schaffen – und die atmosphärische Geschichte in vollem Genuss genießen.
